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Kindergeld, Elternzeit und Wiedereinstieg

Sobald ein Kind geboren wird, müssen die frischgebackenen Eltern eine Vielzahl von Formularen ausfüllen sowie Ämter aufsuchen. Dabei gibt es viele Regeln zu beachten.

Kindergeld

Kindergeld wird ab der Geburt des Kindes bezahlt. Dies geschieht allerdings nicht automatisch, es muss zunächst ein Antrag beim zuständigen auszahlenden Amt gestellt werden. In den meisten Fällen zahlt die an das Arbeitsamt angegliederte Familienkasse das Kindergeld aus, Beamte und Angestellte des Staates erhalten die Zahlung jedoch in der Regel zusammen mit dem Gehalt von ihrem Arbeitgeber. Der Antrag sollte möglichst schnell nach der Geburt abgegeben werden - die Antragsformulare liegen in vielen Krankenhäusern aus. Es muss allerdings immer die Geburtsurkunde des Kindes beigefügt werden.


Kindergeld erhält immer nur eine bezugsberechtigte Betreuungsperson - das müssen nicht Mutter oder Vater sein, sondern beispielsweise auch die Großeltern, Pflege- oder Adoptiveltern. Voraussetzung ist jedoch immer, dass das die Bezugsberechtigten ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben und das Kind in deren Haushalt lebt. Das Kindergeld wird bis zum 18., längstens jedoch bis zum 27. Lebensjahr ausgezahlt. Der letzte Fall tritt nur dann ein, wenn das Kind sich noch in der Ausbildung befindet bzw. keine eigenen Einkünfte hat.
Für das erste und zweite Kind gibt es jeweils 184 Euro, für das dritte bekommt man 190 und für jedes weitere 215 Euro im Monat.

Elternzeit

Die Elternzeit ist nicht mit dem Elterngeld identisch. Das Elterngeld wird maximal 14 Monate lang gezahlt. Die Bezugsdauer kann bis auf 28 Monate ausgedehnt werden, wenn jeden Monat nur die Hälfte der einem eigentlich zustehenden Summe überwiesen wird. Ein Beispiel: Statt des Sockelbetrages von 300 Euro monatlich werden nur 150 Euro ausgezahlt, wodurch sich die Dauer des Elterngeldbezuges auf das Doppelte verlängert.


Die Elternzeit ist von der Bezugsdauer der Elternzeit unabhängig. Insgesamt kann man für jedes Kind bis zu drei Jahre Elternzeit nehmen. Elternzeit bedeutet eine Auszeit vom Job, weil man sich um ein Kind kümmern muss bzw. möchte. Den Antrag auf Elternzeit stellen Sie noch vor der Geburt schriftlich bei Ihrem Arbeitgeber. Darin legen Sie zunächst einmal verbindlich fest, wie lange Sie in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes pausieren wollen und ob Sie vielleicht stundenweise oder Teilzeit arbeiten möchten. Der Arbeitgeber muss seine Zustimmung zu diesem Antrag erteilen. Die restlichen 12 Monate können Sie bis zum 8. Lebensjahr Ihres Kindes nehmen, beispielsweise zum Schulanfang. Der Antrag muss jedoch spätestens sieben Wochen vor Beginn der geplanten Elternzeit beim Arbeitgeber vorliegen!

Wiedereinstieg in den Beruf

Chefs befürchten oft, dass eine Arbeitnehmerin nach der Geburt ihres Kindes nicht mehr wieder kommt bzw. anschließend nicht mehr so flexibel einsetzbar ist, wie es vielleicht betrieblich notwendig wäre. Damit Mütter also nicht aufs berufliche Abstellgleis geschoben werden, sollten sie diese wichtigen Punkte beachten:

- Jammern Sie nicht über mangelnde Kinderbetreuung - erzählen Sie lieber, dass die Oma in Ihrer Nähe wohnt und Sie sich die Kinderbetreuung mit Ihren Partner teilen.

- Bieten Sie an, auch während Ihrer Elternzeit stundenweise einzuspringen, wenn mal Not am Mann ist.

- Halten Sie während der Elternzeit Kontakt mit Ihrer Firma und den Arbeitskollegen, kommen Sie ruhig einmal mit dem Baby vorbei!

Das Zauberwort heisst Präsenz - wer präsent bleibt und Einsatzbereitschaft zeigt, verliert den Anschluss nicht so schnell, wie jemand, der sich drei Jahre lang nicht mehr meldet.