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Bio-Produkte – Ihr Geld wert?

Sind Bio-Produkte nur eine Philosophie oder auch ihren Preis wert oder gar zu teuer?

Bio-Lebensmittel sind in der heutigen Zeit in aller Munde. Die einen verpflegen sich damit regelmäßig oder sporadisch. Die anderen kennen die Bio-Produkte zwar vom Hörensagen, wissen aber so recht nichts damit anzufangen.

Bio-Produkte und ökologischer kontrollierter Anbau hängen begrifflich eng zusammen. In der ökologischen Landwirtschaft wird auf Gentechnik, Mineraldünger oder auf Wachstumsförderer komplett verzichtet. Darüber hinaus auch auf künstliche Aromen oder Farb- und Konservierungsstoffe verschiedener Art. Ganz anders hingegen ist es bei der konventionellen Landwirtschaft und daraus folgend bei den konventionellen Produkten.

Mit Bio-Produkten wird eine Naturkost verbunden, die sich im Laufe der Jahrzehnte von der reinen Ernährung zu einer Lebensphilosophie ausgeweitet hat. Bis hin zu einer Naturverbundenheit mit Urlaub oder Leben auf dem Lande, in frischer, unbelasteter Luft und Umgebung. Immer mehr Menschen sind die gesamte Industrialisierung mit ihren künstlichen Folgen überdrüssig. Die Entwicklung geht zurück zur Natur, zum ursprünglichen und unveränderten Produkt. So wie es wächst oder erzeugt wird, soll es auch konsumiert werden.

Ein Bio-Produkt ist erst dann ein richtiges, wirkliches Bio-Produkt, wenn es im ökologischen Anbau erzeugt und auch ökologisch weiterverarbeitet wird. Ein typisches Beispiel dafür ist die Wolle. Bio-Wolle aus ökologischem Anbau muss auch nach diesen Grundsätzen weiterverarbeitet werden, um letztendlich für den Käufer ein Bio-Produkt zu sein. Das ist oft nicht der Fall. Es wird damit geworben ‚aus ökologischem Anbau‘, aber zur Weiterverarbeitung ist nichts weiter zu lesen.

Dass die Bio-Produkte teurer sind als die konventionellen Lebensmittel, wird von allen Konsumenten goutiert und ist auch nachvollziehbar. Der Verkaufspreis orientiert sich unter anderem an Qualität und Quantität. Die Qualität der Bio-Lebensmittel ist unbestritten gut bis hochwertig. Der Anteil der Bevölkerung, der sich regelmäßig mit Bio-Produkten ernährt, ist jedoch nicht groß genug, um Bio-Lebensmittel in großer Menge, also mit einem vergleichbaren Umsatz zu den konventionellen Waren verkaufen zu können. Das Ergebnis daraus ist ein deutlich höherer Preis für die Bio-Produkte.

Wenn sich beispielsweise ein vierköpfiger Haushalt ausschließlich von Bio-Produkten ernährt, benötigt die Hausfrau etwa dreißig Prozent mehr Wirtschaftsgeld, als wenn sie ihre Familie konventionell ernährt. Die Einkaufsquellen sind sehr unterschiedlich. Es gibt nur wenige Bio-Supermärkte, im Gegensatz zu den bundesweiten und bekannten Discountern. Der Kauf im Einzelhandel ist immer teurer als im Supermarkt oder beim Discounter; egal, ob konventionelle oder Bio-Produkte gekauft werden.

Der Preis von Lebensmitteln wird ganz wesentlich durch den Konkurrenzdruck sowie durch die Herstellungskosten beeinflusst. Es herrscht bei den konventionellen Produkten bundesweit ein Verdrängungsmarkt, der die Händler immer wieder zu Sonderangeboten oder Preisreduzierungen veranlasst. Bei Bio-Produkten ist nicht erkennbar, dass die Erzeugungs- oder Herstellungskosten in absehbarer Zeit deutlich sinken. Es muss im Gegenteil mit steigenden Personalkosten gerechnet werden, was die Bio-Produkte eher verteuern wird. Auch eine größere Händlerkonkurrenz ist nicht zu befürchten. Das Händlernetz wird, bundesweit gesehen, eher dünner als dichter. An der Qualität der Bio-Produkte wird stetig gearbeitet und entwickelt, so dass sie zukünftig zumindest partiell noch besser sein wird.