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Kindergesundheit: Vorbeugen statt heilen

Die Krankenkassen klagen über zunehmende Volkskrankheiten. Inzwischen wird jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Lebens wegen Krankheit berufsunfähig. Die Gründe dafür sind vielfältig. Häufige Ursachen sind Wirbelsäulenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch psychische Erkrankungen. Vieles davon fängt schon durch falsches Verhalten im frühsten Kindesalter an. Deshalb ist es wichtig von Anfang an gesund zu leben, um als Erwachsener nicht zu erkranken. Kinder lernen zu 70 Prozent aus Vorbildern. Machen wir Erwachsenen es den Kindern richtig vor, haben sie gute Chancen ein gesundes Leben zu führen.

Gesunde Ernährung fängt schon beim Stillen an. Das sollte jede Mutter tun, sofern sie kann. Stillen verhindert nicht nur im Kindesalter viele Krankheiten, sondern auch als Erwachsene profitieren gestillte Kinder noch davon. Nachgewiesen erkranken diese Erwachsenen seltener an Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sind weniger oft adipös. Und nach dem Stillen liegt es in der Verantwortung der Eltern das Kind gesund und ausgewogen zu ernähren. Das bedeutet viel Gemüse und Obst, wenig Fett und vor allem wenig Süßigkeiten. Kinder, die von Anfang an eher einen Apfel als einen Schokoriegel bekommen, werden auch später eher zum Obst greifen.

Wichtig ist auch ausreichende Bewegung. Eltern sollten mit ihren Kindern täglich nach draußen. Spaziergänge und Spielplätze bieten sich dafür bestens an. Kinder muss man meistens nicht überreden zu laufen. Deshalb sollten Kinderwagen und Buggyboards möglichst zuhause bleiben, sobald die Kinder mobil sind. Besser sind dann Laufräder oder Rutschfahrzeuge. Aber auch drinnen können sich Kinder wunderbar bewegen. Anstatt sie vor dem Fernseher zu parken, können die Eltern besser mit den Kindern Bewegungsspiele machen.

Grundsätzlich sind die Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen beim Kinderarzt freiwillig. Aber alle Eltern sollten das Angebot nutzen und alle Untersuchungen in Anspruch nehmen. Sie reichen von der ersten Stunde nach der Geburt bis zum achtzehnten Lebensjahr. Nur so kann der Arzt frühzeitig feststellen, ob körperliche oder geistige Entwicklungsstörungen vorliegen und rechtzeitig entgegenwirken. Auch Impfungen schützen die Kinder vor vielen Krankheiten wie Masern, Mumps und Röteln. Diese Krankheiten werden leider heute immer noch gerne verharmlost. Sie können jedoch zu schwerwiegenden Behinderungen oder sogar den Tod führen.

Für eine gesunde Entwicklung der Kinder ist auch ein stabiles familiäres Umfeld erforderlich. Familiäre Probleme können sich schnell auf die Psyche der Kinder auswirken. Oft merken sie erst als Erwachsene, wie sehr sie unter Streitereien oder sogar Misshandlungen gelitten haben. Schlimme Psychosen können die Folge sein. Auch das weitere soziale Umfeld sollte stimmen. Kinder sollten die Möglichkeit haben mit anderen Gleichaltrigen zu spielen und sich auseinanderzusetzen. Das stärkt das Selbstbewusstsein und die Selbstwahrnehmung.

Damit sich Kinder gut entwickeln können, brauchen sie vor allem die Liebe und Fürsorge der Eltern. Diese sollten sie nicht in die Ecke stellen und sich selbst überblassen. Beschäftigung mit den Kindern ist wichtig, damit sie Zuwendung und Wertschätzung erfahren. In Zeiten, in denen sie sich alleine beschäftigen, sollten sie ein sinnvolles Angebot an Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten. Stifte, Papier, Bücher oder Hörspiele gehören genauso dazu wie Puppen, Ball und Gesellschaftsspiele. Viele Kinder haben heutzutage einen vollen Terminkalender. Klavierunterricht, Tanzen, Judo oder Fußball prägen das Bild einer Woche. Dabei sollten Eltern nicht vergessen, dass auch ruhige Momente der Entspannung nicht zu kurz kommen dürfen.